Anthurium Black Magic aus dem Hause Jay Vanninis überzeugt wie kaum ein Luxurians Hybrid mit ölig blau bis tiefschwarzen Farben, die aber häufig erst nach einigen Reifeblättern so richtig zur Geltung kommen.
Luxurians als Samenspender bzw. Mama in Hybriden ist nicht nur dominant in der phänotypischen Ausprägung der Nachkommen, sondern meist auch absolut überwältigend. Der Pollenspender spielt unserer Meinung nach, zumindest in der F1, eine geringere Rolle Rolle. Die Textur der Blätter, die Farbe und Venenstruktur sind so Luxurians-lastig, dass man sich häufig fragen muss, ob es sich überhaupt um einen Hybriden handelt.
Bei der Black Magic schafft es der Pollenspender, also die A. dressleri, irgendwie eine noch tiefere Schwärze und zumindest einen leicht roten Sinus den Nachkommen mitzugeben.
Es handelt sich hierbei natürlich auch nicht um irgendeine A. dressleri, sondern um die alte und lang bekannte Wildentnahme und Mutter vieler Hybride von JV, die A. dressleri 'RG'. Ein gutes Match für die A. luxurians.
Trotz des eher einheitlichen Auftretens der Black Magic müssen wir doch feststellen, dass hier viel Potenzial schlummert.
Interessant wird es, sobald man sich an die Auswahl eines Partners für Nachkommen der Black Magic setzt. Die F1 ist - ebenso wie die Mutter Luxurians - nicht samtig, sondern glatt. Was passiert, wenn man eine Selektion der F1 nimmt und mit dem Vater zurück kreuzt? Das dachte sich wohl auch JV und kreierte gekonnt A. 'Hobgoblin', also A. 'Black Magic'’ x dressleri 'RG', ein so genannter Backcross.
Auf einmal sind die Nachkommen wieder samtig, von der Struktur der Luxurians ist aber kaum etwas verloren gegangen und was bleibt, ist die tief schwarze, ölige Farbe der F1.
Luxurians Hybride sind also doch interessant, nur eben erst so richtig, wenn man damit weiter züchtet.

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