Reverse-Cross (auf Deutsch: umgekehrte Kreuzung) ist ein Begriff aus der Genetik und der Züchtungsforschung. Er beschreibt eine spezielle Vorgehensweise bei Kreuzungsexperimenten, bei denen die Geschlechter der Elternlinien im Vergleich zur ursprünglichen Kreuzung vertauscht werden.
Konzept und Ablauf
In einer klassischen Kreuzung (Cross) werden z. B. verwendet
A als Mutter (weiblich)
B als Vater (männlich)
Bei einer Rückkreuzung (Reverse-Cross) hingegen
A als Vater (männlich)
B als Mutter (weiblich)
Zweck des Reverse-Crossing
Untersuchung geschlechtsspezifischer Effekte:
Einige Gene können je nach elterlicher Herkunft unterschiedlich ausgeprägt werden (z.B. durch elterliche Prägung oder epigenetische Effekte). Ein Reverse-Crossing hilft, solche Unterschiede zu identifizieren.
Reverse-Crosses können eingesetzt werden, um Hypothesen über die Vererbung bestimmter Merkmale zu überprüfen und geschlechtsspezifische Vererbungsmuster aufzuklären.
Optimierung in der Pflanzenzucht:
In der Züchtung wird Reverse-Crossing eingesetzt, um herauszufinden, ob bestimmte Kreuzungen durch die Wahl eines bestimmten mütterlichen oder väterlichen Elternteils zu besseren Ergebnissen führen.
Reverse-Crossing ist ein wertvolles Werkzeug zur Untersuchung genetischer Mechanismen und geschlechtsspezifischer Effekte in Vererbungsprozessen.
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